D&RGW K-38 Rio Grande Garrat Steam Locomotive

Die Front trägt nun die Bremsluftpumpe. Sie hatte keinen Platz mehr beim Kessel. Flexible Leitungen sind kein Problem mehr. Der Big Boy hatte ebenfalls die beiden Pumpen auf dem vorderen, beweglichen Drehgestell.

 

Nun ein doch für Schmalspur 3 Fuss wuchtig gewordenes Modell einer fiktiven Garrat. Offenbar sind einmal Überlegungen zu so einer Lokomotive für die engen und steilen Rockimountains gemacht, aber nie ausgeführt worden. Der Umbau beinhaltet auch den Wechsel der kleinen Flachschieberzylinder samt Stevenson Steuerung. Die modernere Walschaerts Steuerung samt Kolben-Schieber-Zylinder sind dem Modell beigelegt. Die Schubstange samt Steuerung sind vorbereitet. Ich kann sie erst nach dem Farbauftrag montieren, denn die Excenter müssen angelötet werden.

 

Unten das schmalbrüstige Modell von Westside. Zwei K-27 Fahrwerke und ein Kessel. ebenfalls von einer D&RGW K-27. Dazu der vordere Wassertank, der von einer Schmalspur Lokomotive, einer 2-6-o der Southern Pacific stammt. Woher der hintere Tender)-Tank stammt? Jedenfalls ist das Modell wahrscheinlich aus überzähligen Serienteilen entstanden…….  der Kessel ist viel zu klein um überhaupt genügend Dampf für die vier Zylinder zu liefern!

Laut dem Buch “Garratt Lokomotiven” von A.E. Durrant, ein ausgezeichnetes Werk über diese Gelenkloks weltweit, hätte meine Version rund 160Tonnen gewogen. Nimmt man die Achslast der 2-8-2 K-36 als Grundlage wäre das so möglich gewesen. Die K-36 hatte rund 16t Achslast pro Antriebsachse! Gesammtgewicht 130Tonnen. Rund 90Tonnen wiegt die Lok, der Tender 40Tonnen. 

Ich habe 15 Tonnen als Achslast angenommen, macht 120Tonnen Adhäsionslast plus je 10Tonnen pro Laufachse. Ich bin also Gewichtsmässig im Bereich der K-36! Zudem gab es mehrere Loks ähnlicher Grösse und Gewicht. Sierra Leone Development, eine 2-8-2+2-8-2 hatte Meterspur, wog 153 Tonnen und hatte einen inneren Kesseldurchmesser von 2057mm. Goldküste Ghana, gleiches Achsbild, 1067mm Spur, gleiches Gewicht, Kesseldurchmesser 2133mm!  

Der Wasservorrat beträgt (vorne und hinten) rund 24’000 Tausend Liter. Der Ölbunker fasst rund 7500 Liter Öl. Etwas knapp bemessen im Verhältnis zum Wasser. 

Wie zu sehen ist können alle Aufsätze weggenommen werden. Der Servicefreundliche Bau-Aufwand lohnt sich aber. Es fehlen hier die Kardanwellen.

 

Völlig daneben beim Modell sind die Drehzapfen. Diesen sträflichen Fehler der Lastverteilung (in Wirklichkeit unbrauchbar) habe ich nicht ganz korrigieren können, Immerhin ist es eine Annäherung…

Beim Modell ist der Brückenrahmen nur aufgesetzt, da die Kontaktaufnahme vorne und hinten gleich gepolt ist. Hier meine Lösung: Beide Seiten sind verschieden gepolt um je vier Kontakte zu ermöglichen. 

Durch das verlängern des Brückenrahmens unter die Tanks zu ermöglichen sind sie nun durch eine selbst hergestellt Schraube mit feinem (Bruchlast)-stift von unten her verschraubt. So ist die Montage der Einzelteile aus der Box leicht gemacht.

Dann der Antrieb: Zwei Motoren, geht noch. Aber die Stromaufnahme ist Horror! Eine Seite vier Kontakte über die Räder und Rahmen, geht so gut, die andere Seite nur mit einem Federkontakt auf zwei Räder die auch noch bremsen! 

Weg damit! Vorderer und hinterer Teil habe ich auf einer Seite des Brückenrahmens getrennt. Ergibt jetzt je vier Kontakte. Dazu ein zentraler, kräftiger Motor mit selbstgefertigten Kardanwellen.

Die Motoren habe ich durch massive Lagerblöcke ersetzt, die ein feines Messinglagerrohr enthalten, das ausgewechselt werden Kann. Die Motoraufhängung mit ovalen Löchern konnte ich bestens gebrauchen. Der Schneckeneingriff kann so ideal eingestellt werden.

 

 

Der Originalkessel

Der Neubaukessel. Rot sind Eigenbauteile, blau gekaufte Schleudergussteile.

Legende vom Unterboden:

1 Motor, 2-2b Drainage der langen Rohre (Kondenswasser, Winter), 3 Abdampfrohr hinteres Drehgestell, 4 Ölvorheizer, 5 Frischdampfleitung hinteres Drehgestell (isoliert), 6 Feuerbüchse Ölgefeuert, System Santa Fe, 7 kleiner Aschenkasten für die Reinigung, 8 Luftzufuhrregelschieber, 9 Distributing Valve (Bremssystem, 10 Equalizer Tank (Bremssystem). 

Der leere Brückenrahmen der Westside Lokomotive.

 

Die Antriebseinheit vorne. Abmontieren der sinnlosen Handlaufhalter seitlich (vom Modell der Southern Pacific stammend), Anlöten der Schwingenträger (heikel), Serviceöffnung der Walscharts-Steuerübertragung. Nocken zum Aufsetzen des Oberteils montieren, Bunpe und Fittings neu anbringen. 

Hintere Einheit: Die seitlichen Kohleschürzen neben dem Öltank entfernen. Der Tenderaufbau gehört offensichtlich zu einem anderen Modell……auf der Tankdecke sind (von oben) gesehen die Fittings der Tankheizung zu sehen. Das dickflüssige Öl musste mit Dampf vorgeheizt werden damit es überhaupt zur Feierbüchse gelangte. 

Ätztechnik zum Bau des neuen Kessels. Hier die zweite Ätzung mit Eisenchlorid II. Die Erste ist abgedeckt.

Die alte Ziehfeder leistet gute Dienste beim Auftragen der Kesselbänder.

 

Fertig geätzt!

Vorsichtiges biegen des Kessels über eine etwas kleineren Rundstab (zurückfedern des Messingblechs).

Abdrehen des Durchmessers auf der Drehbank einer nicht mehr gebrauchten Vorderfront (4-8-4 Santa Fe).

 

Viele feine, “gedrehte” Einzelteile habe ich mit meinen beiden Dremel Handbohrmaschinen angefertigt.Gegeneinander laufen lassen.

Als weiteres Beispiel die Dampfrohre: Alle Teile einzeln einspannen und alles, was rot ist wegschleifen.

Dampfdom Herstellung mittels einer M8 Hutmutter……

 

Überhitzer-Abdeckung verkleinern (von einer Niagara 4-8-4)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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