Western Pacific Railroad Gas-Electric Train 1912

 

Modellbau wie zu John Allens Zeiten!

Ein zurück in die Zukunft Projekt. Lindenholz Hartholz, Papier und Messingteile!

 

Western Pacific Gas Electric als Eigenbau.

Dieser Western Pacific Gas Electric Triebzug von 1912 ist aus Lindenholz, Papierkarton und Messing gebaut. Diese Modellbauart war vor 50Jahren üblich!

In dieser Form hat es ihn zwar nie gegeben, aber die technischen Möglichkeiten aus dieser Zeit sind exakt recherchiert und umgesetzt worden.

Moderne Kunststoffmodelle sind, abgesehen vom viel zu engen Modellradius, viel feiner und haben eine perfekte Oberfläche….die bei älteren Stahlwagen und vor allem bei Dampfloks nie so fehlerlos waren!

Dachbleche haben oft leichte Dellen, die Seitenwände vom Schweissen sind leicht gewellt, schon von neu aus!

Bei diesem Zug sind die Dachbleche auch leicht unruhig. Sie sind aus Papierkarton! Die Nietenreihen wurden mit einem Feinschnittsägeblatt geprägt. Der grösste Teil der Details auf dem Dach sind selber aus Messing gebaut worden. Einige sind Messingschleudergussteile der Firma Precision Scale wie z.B. die Drehgestelle. Sie werden in Einzelteilen angeliefert und müssen sorgsam gelötet und ausgerichtet werden. Knifflig war auch, die Verbindung der Wagen zu bauen. Jakobsdrehgestelle!

Der Antrieb stammt von einer alten Athearn Diesellok, welche ich für Fr. 50.- neu gekauft habe (Ladenhüter).

Da die Leistung der einzelnen Benzin-elektrischen Antriebseinheit 1912 mit etwa 100kw sehr bescheiden war, musste ich meine zwei Fronttriebwagen mit insgesamt vier ausrüsten. Es fanden damals schon die ersten Versuche mit Vielfachsteuerung statt. Der Zug ist also ein „Pendel“. Die vier Wagen sind in Holzleichtbauweise gebaut und besitzen daher eine verschalte Brückenkonstruktion. Aus diesem Grund sind die aus Messing gedrehten Fenster rund. Die vier Wagen können auch von einer Dampflok gezogen werden, denn sie sind energiemässig unabhängig! Im vordersten Wagen ist ein Kohleofen mit Zwangsumlauf  für die Heizung eingebaut. Der „Steuerwagen“ hat einen kleinen, ebenfalls mit Benzin angetriebener Generator.

Am ehesten könnte man den Triebzug mit einer S-Bahneinheit  vergleichen. Nur musste auf der Fahrt immer ein Maschinist die Motoren überwachen. Diese normalerweise in ein Gas-Electric (Billigfahrzeug für schwach frequentierte Linien) eingebauten Anlagen brannten lichterloh, wenn man nicht sofort löschte. Dies änderte sich mit den später verwendeten Dieselmotoren. 

 

Nun sind die Faltenbälge entlich montiert. Ich habe lange auf sie warten müssen!

Der Schlusswagen…oder der Steuerwagen im Pendelbetrieb!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hand aufs Herz….das “Blech” ist zwar im Verhältnis zu dick aber die leichte Verbeulung kommt dem Originaldach in der HO Optik trotzdem sehr nahe. Betrachte einmal die Seitenwände oder Dachbleche eines hochglänzenden Originalwagens. Die sind immer etwas gewellt und nie so glatt wie bei den Handelsüblichen Modellen!! Seht hier. Darum sehen so perfekte, glatte Modelle irgendwie leblos aus. Gerade die Pennsylvania T1 ist ein sehr gutes Beispiel dafür!

 

http://www.flickr.com/photos/23711298@N07/2571619832/#/photos/23711298@N07/2571619832/lightbox/

http://www.flickr.com/photos/23711298@N07/2570794295/in/photostream/#/photos/23711298@N07/2570794295/in/photostream/lightbox/ 

 http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/0/07/T1_color_photo.jpg 

http://www.broadway-limited.com/images/view.aspx?productId=2513

 

 

 

Das Western Pacific Railroad Signet finde ich sehr schön.

“Kuh und Kalb”…erste Versuche mit der Vielfachsteuerung….

Der Wagen mit der Heizung, die Faltenbälge fehlen hier leider noch…

Der “Barwagen”

Der Batteriewagen (siehe die Boxen am Wagenboden).

Schlusswagen mit Führerstand und 50kw Benzinmotor-Generator.

 

Der robuste Athearn Antrieb. Der Rahmen wurde zeschnitten und mit zwei Messing Vierkantprofilen verlängert.

Das “Kalb wird nur für die zusätzliche Kontaktaufnahme benützt.

Die Dachaufbauten. Gekauft sind die kleinen Lüfter, die Lampen/Marker Lights, die Pfeifen und die Glocken. Alles andere ist Eigenbau aus Messing.

Dachrohbau mit perforiertem Papier (Nieten). 

Rohbau aus Lindenholz und Elsbeere.

Die Rahmenverlängerung.

Messingguss Drehgestell. Ein kniffliger Zusammenbau. Feingewindeschneiden, sorgfältig ausrichten, löten,……..

Precisions Scale Bausatz. Na ja…Präzision?

 

Unterbodendetails. Ich habe alle Leitungen weggelassen, die man von der Seite her nicht sieht…..bringt gar nichts..dafür sind Batteriekästen, die isolierten Wasserbehälter, Toolboxen, Bremssysteme, ja sogar den Kühler des Stromaggregats im Schlusswagen so zeimlich vollständig vorhanden…..

 

Bei den Triebwagen sind rechts vom Zentraltank der Oelkühler und einen Teil des Bressystems montiert.

Der Ur-Triebzug unterwegs auf der wunderschönen Sierra Railroad Anlage von Felix Reichlin.

Im Vordergrund ein Gas-Electric Eigenbau von Felix.

 

 

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