Hölziges zum Dritten….neue Herausforderungen…..

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In den 60igern und 70igern wohl ein Traum von vielen “alternativen” Autofreaks.  Ein auf einem Käferboden aufgebaute Spezialkarosserie!  Das Buggy Modell im M 1:24 aus Plastik war meine Ausgangsbasis. Die Teile wurden auf den Fotokopierer gelegt und dann im gleichen Verhältnis Vergrössert (nix von Digital und sonstigen Hilfsmitteln damals).

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Es wurden nur die absolut notwendigen Pläne erstellt und der Rest direkt auf die Schablonen gezeichnet. Das Ding ist ca 35cm lang hat eine massive und leichtgängige Lenkung sowie eine Pendelachse hinten.  Die Luftkammerreifen geben ein gutes Fahrgefühl.

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Dieses Auto war erste Sahne in den 20iger Jahren! Der H6B Hispano-Suiza. Die erstklassige Fertigung dieser Luxuskarossen und ihre Zuverlässigkeit war der Stoff für die reichen Leute. Bei diesem Modell gelang die Umsetzung in Holz besonders gut. Sogar die Türen haben die richtige dicke. Die Pneus habe ich mit einem selbst gefertigten Drehstahlmesserchen aus Moosgummi geschnitten (auf der Drehbank).

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Wahrlich ein fürstliches Gefährt!

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Zur Abwechslung ein Gefährt das funktionell wie ein echtes “praktisch” verwendet werden kann.  Für die Kinder eine gute Übung der Koordinierten Bewegung. Der Gabelstapler ist 100cm Hoch! Problemlos kann eine Palettierte Fracht vom Boden auf einen Tisch gehoben werden. Zum Fahren lässt sich der Führungsbalken nach hinten kippen, so dass der Schwerpunkt innerhalb des Fahrzeugs zu stehen kommt und ein sicheres Hantieren erlaubt! Das Spielzeug mit dem grössten Spielwert! Die Gabel läuft auf kleinen Kugellagern und gleitet seidenweich.

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Die Mechanik ist massiv.

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Ein Kran zum Draufsitzen.

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Ausleger und Haken sind untersetzt um die Kraft zum Bedienen  Kindergerecht zu halten.

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Die gleiche Grundkonstruktion, nun aber als Schürfkübelbagger.

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Die Mechanik ist relativ komplex. Die “Betriebssicherheit” war recht gut, abgesehen vom gelegentlichen verheddern der Ketten.

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Ein farbenfrohes Modell des Agusta Rettungshelis.  Die Seiten sind dünnes Sperrholz, welches zuerst ausgesägt, montiert und verschliffen wurde. Dann wurde wieder abmontiert und die Farbe kam drauf.

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Hier eine Staffel mit neutraler Bemalung. 70cm lang.  Produktion 18 Stück.

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Mercedesfans aufgepasst! Dieses Einzelstück im M1:11 zeigt einen Tourenrennwagen um 1930. Vorlage war ein Model in 1:18. Besitzer ist nun ein das Modelleisenbahnmuseum in Kouvola, Finnland.  Das Modell ist wieder eine Stufe feiner als der Hispano-Suiza.

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It’s a Duesie!

Wie ich schon in “Holzspielzeuge  zum Zweiten” geschrieben habe bin ich ein absoluter Duesenberg J Fan.  Mr.Cord, ein Finanzmann, kaufte Ende der zwanziger Jahre die Duesenberg Inc. auf. Die Gebrüder Fred und August Duesenberg waren mit ihrer Mutter und weiteren Geschwistern aus Deutschland nach Amerika ausgewandert.  Schon als ganz junge Männer kam ihre technische Begabung zum Vorschein.  Sie verbesserten Landwirtschaftsgeräte, begannen Velos zu konstruieren (bestritten erfolgreich Rennen) und schliesslich Motoren. Vor allem Fred war ein begnadeter Motorenbauer. Sie machten sich selbständig und bauten Rennmotoren. Schlussendlich mischten sie selber im Rennzirkus mit. Sie waren die Ersten Amerikaner, die das berühmte Grand Prix Rennen von 1921 in le Mans gewannen. Wie so oft sind genial begabte Menschen keine guten Geschäftsleute, das war auch bei den Duesenbergs so.

L.E.Cord gab Fred Duesenberg den Auftrag ein völlig neues Luxusauto zu entwickeln. Zum ersten mal konnte Fred ohne Rücksicht auf schon vorhandene Komponenten ein völlig neues Auto erschaffen. Ende 1926 begann die Arbeit. 1928 war es soweit. Ein neuer Achtzylinder mit obenliegenden Nockenwellen, auf den Erfahrungen mit den Rennmotoren basierend war auf dem Prüfstand.  Innen Hochglanzpoliert, mit Zylindern und Pleueln aus Aluminium versehen  lief er seidenweich.  Ein äusserst robuster Rahmen der von der Grösse her auch einem kleinen Laster hätte eingebaut werden können nahm das Kraftpaket auf. 265 PS und dann später aufgeladen rund 320 Ps! Das Getriebe besass nur drei Gänge und es war problemlos möglich im dritten Gang anzufahren und ihn zügig auf 160-200km/h zu beschleunigen (Fred Duesenberg soll damit seine Kunden verblüfft haben)! Dazu wurde am ganzen Auto (ohne Karosserie) viel Alu verbaut. So war das J Modell nicht schwerer als die Konkurrenz (Cadillac) aber fast doppel so stark! Es wurde erzählt, dass ein Gepanzertes Gangsterauto auf einem Duesenbergfahrgestell offenbar noch schneller war als die Polizei mit ihren starken Autos! Riesige Bremstrommeln an allen Rädern, serienmässig hydraulisch, waren  zu dieser Zeit allerneueste Innovation! Dieses J Modell, in der Krisenzeit auf den Markt gekommen kostete 3-4mal mehr (12000-16000$) als ein edler Cadillac. Der Aufbau war bei jeden Fahrzeug anders und nur die betuchtesten Leute konnten sich einen leisten. Damals konnte man auch nur das Fahrwerk mit der Technik kaufen, dann zu einem Designer gehen der eine Massgeschneiderte Karosserie entwarf! Ein berühmter Wagenbauer baute ihn dann fertig.
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Hier ist meine Version eines Duesenberg J Town Car!

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In der Zeit von 1928-1936 war die Hochblüte der Luxusautos. Danach kamen die hässlichen riesigen Blechkisten auch in Amerika auf und die unvergleichliche Eleganz wich einem schwülstigen fast barocken Stil. Nicht alle Duesenbergaufbauten waren grosse Würfe aber rund ein Viertel davon sind unvergleichlich und haben auch in Europa, abgesehen von einigen Bugattis aus der “Designfeder” von Bugattis Sohn Jean nichts vergleichbares hervorgebracht. Der Kontinentalstil war viel geschwungener währen die  Amerikaner eher gerade und klare Linien aufwiesen. Wer dies überprüfen will dem sei das Herrliche Buch von Dennis Adler herzlichst empfohlen:

Titel: Duesenberg. Deutsche Ausgabe von 2005 im HEEL Verlag,   ISBN:3-89880-487-9

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Gordon Buerig war einer der Blutjungen Designer die einige der schönsten Karosserien kreierten unter anderem auch Town Cars. Auch für Cord war des Duesenberg Abenteuer ein Verlustgeschäft das aber durch das Prestige wettgemacht wurde. Man kann wettern über die Reichen die sich so abgehobene Spielzeuge leisten können. Im Gegensatz zu heute, wo die meisten teuren Karossen Serienfahrzeuge mit immer weniger Wertschöpfung der handwerklichen Arbeit gebaut werden waren tausende von hochqualifizierten Arbeitsstunden nötig um einen Duesie herzustellen! Wahrlich einen gute Sache in der Weltwirtschaftskrise!

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Mein vorläufig letztes Oldtimermodell, der Town Car III.  Einfach aufgebaut präsentiert er sich als hübsches Standmodell. Das Meiste ist aus  Lindenholz.

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