4-4-4… meine Niagara Minor……

 

Coole Ladies!

 

 

Nein, diese Schnauze gehört nicht einer Canadian Pacific 4-4-4! 

Auf eine Art ein Formenübergang zu den Dieselloks…..

Pacific Central ist ein fiktiver Zusammenschluss der New York Central und der Canadian Pacific. Demnach ist die äussere Gestaltung der CP und die Niagara Technik der NYC zuzuordnen. Hätte ja sein können! 


Kompakt und prädestiniert für schnelle Express Vorortszüge bis zur Streckenlänge von ca.300Km ……mit vielen Halten und Anfahrten. Nach dem Vorbild der Canadian Pacific.

Servicedeckel sind wichtig. Man muss auch überlegen, wo diese der Technik entsprechend plaziert werden müssen. Diese waren bei dem Deutschen Wartungspersonal der vollverkleideten Loks äusserst unbeliebt. Ich habe gelesen, dass z. B. die totale Abdeckung der Antriebsräder aerodynamisch fast nichts gebracht haben.

 

Commenwalth Drehgestell und die Überlaufrohre der Schöpfeinrichtung um bei hoher Fahrt das Platzen des Wassertanks zu verhindern. Unter dem Kupplungskasten der V-Förmige Wasserabweiser damit die angehängten Wagen nicht laufend bei der fahrenden Wasseraufnahme geduscht werden.

Unveränderter Newyork Central Hintern…..

Der Kopf der Luftpumpe schaut aus der Abdeckung heraus.

 

 

Hier  der Baubeschrieb…..

 

Wie aus dieser Zeit üblich ein nur rudimentär Detailliertes Messingmodell mit nicht gerader berauschenden Fahreigenschaften. Die Antriebsachsen sind aber schon gefedert. Die Kreuzkopfführungen sind aber lausig und müssen mühsam neu aufgebaut werden (mit löten und kleben). Dafür sind sie die Modelle bezahlbar…… 

 

Die erste Arbeit. Aus einem alten, 40igjährigen Buch habe ich einen Plan der Niagara verschnitten und verkürzt. Dabei müssen die Kesselelemente, Feuerbüchse, Röhrenkessel und Rauchkammer im richtigen Verhältnis gekürzt werden. Das Aussehen der Lok ist ein Mix aus NYC (New York Central) und der CPR (Canadian Pacific Railroad). Ich stelle mir einfach vor, die beiden Bahnen haben um 1944 herum fusioniert um eine durchgehende Strecke von der Westküste Kanadas nach New York zu betreiben. Die bewährte Technik der Niagara wird auch auf die Vorortsschnellzugloks übertragen (Vorbild F2a 1936 der CPR).

Die vorsichtige und knifflige Demontage (Führerhaus vom Kessel trennen…) ist erfolgt. Rahmen und Kessel haben noch die Farbe. Die markierungen für die Schnitte sind so viel besser sichtbar als auf dem blanken Metall.

Da die grossen Räder im Modell mehr Platz brauchen ist der Rahmen massstäblich etwas zu lang.

Der verkürzte Rahmen.

Der Kurbelzapfen musste verkürzt werden, ein grösseres Gewinde in den Radkörper geschnitten werden. Heikel…heikel… Oben der Originalzapfen. 

Das rechtwinklige Anpassen der “Wurstscheiben”. Hier die ersten drei Sektionen fertig angepasst.

Die 2.Sektion.

Eine sehr heikle Angelegenheit war das Ausrichten und Anpassen vom Führerhaus mit der verkürzten Feuerbüchse.

Erstmals seit vielen Jahren habe ich mich wieder an das ätzen von Messing gemacht. Die Front und die Seitenschürzen habe ich am Modell vermessen und sie dann mit dem Adobe Illustrator gezeichnet. Es war zugleich eine Übung zum Einarbeiten in dieses Programm. Die nicht zu ätzenden Stellen sind mit Spezialklebeband und Asphaltlack abgedeckt, auch die Rückseite. Die Flächen wurden zuvor mit Scheuermittel und Lösungsmittel vollständig entfettet. Nun kann mit Eisenchlorid III in einem Bad geätzt werden. Für 1/10mm Tiefenätzung braucht man über eine Stunde. Das Messingblech ist 0,5mm dick. Ich habe alles von Hand aufgezeichnet, also nicht fotografisch auf das Metall übertragen.

Nach der ersten Ätzung wird das abgedeckt was nicht mehr tiefer werden darf.

Die fertig geätzte Platte. Ich muss sie natürlich von Hand aussägen.

Nun geht es ans krümmen. Die Stunde der Wahrheit ob ich das teil richtig ausgerechnet habe……

Scheint zu passen!

Es war ein Stück “schwerarbeit” bis die Schürzen und die Front eingepasst waren. Das hintere Drehgestell ist noch verkehrt herum montiert, das vordere ist noch die Originalausführung.

Ein über 40(!) Jahre altes Rivarossi Drehgestell einer NYC Hudson war das Rohmaterial. Das Original (rechts) ist beidseitig isoliert, mein neues nimmt auf einer Seite Strom auf. Ein guter Kontakt ist wichtig. So sind alle Räder daran beteiligt. 

Der Elesco Vorwärmer braucht eine Verkleidung. Ich habe sie in einer Negativform auch weichem Kupfer getrieben.

Die Speisewasserleitung bekommt noch einen Hahn. Das Front End Trottle (zwischen Kamin und Kessel) habe ich redimensionieren müssen. 

Die andere Seite des Trottles mit der Ventilstange zum Lokführer.

Die Servicedeckel zum Turret Valve für den Hilfsdampf.

Die Elesco Speisewasserpumpe ist halb verdeckt. Ein Servicedeckel habe ich auch hier angebracht.

Hier wird es eng! 

Das hintere Drehgestell ist nun gedreht und dient ebenfalls zur Stromaufnahme. Die unschöne Lücke zwischen Drehgestell und Feuerbüchse ist geschlossen. 

So, das Gröbste ist soweit gediehen…… 

Die Aufsicht

Um das Gewicht gleichmässig auf die zwei Antriebsachsen zu Verteilen musste ein zusätzlicher Bleiblock im Cab eingesetzt werden.

Das hintere Drehgstell mit der Aschenkastenattrappe.

Sander und Bremsgestänge angedeutet.

Die Unterseite.

Die “Minor ist ein gutes Stück kürzer als die original Niagara.

Der Wasserschutzschild, der verhindert, dass die nachfolgenden Wagen bis zum Dach hinauf geduscht werden!

Ein paar hübsche Detail wie die Klammern, welche das Kabel halten.

Nun sind alle Teile soweit fertig zum Zusammenbau!

Das Abpacken und Anschreiben der Kleinteile und der Schrauben lohnt sich. Wer weiss nach einem halben Jahr noch, wo sie hingehören!  

 

 

Echte Kohle! Hier kurz, wie ich diese anbringe.

Aus schwarzen Polystrol mache ich das Traggestell. Dies wird mit Plastikkleber geklebt. Das Teil sollte genügen Spiel haben. Nach dem Einpassen bedecke ich die Oberfläche dick mit Plastikleim und streue die Kohle drauf. nach dem antrocknen wird es in den Tender gesetzt. Nun streue ich weitere Kohle ein, die auch die seitlichen Lücken bedecken. Der Kohlenberg wird geformt. Dann nehme ich Schotterleim  (Heki) der mit Wasser wieder gelöst werden kann. So ist ein späteres Entfernen wieder möglich! Trocknen lassen. dann Lücken und Löcher nachstreuen und in die Endform bringen.

Zum Schluss noch die neuanfertigung der “Transportkiste. Bei so alten Modellen ist der Schaumstoff zerkrümmelt oder klebt sogar am Modell. Der Schaumstoff  ist mit Bandsäge und Decoupiersäge geschnitten. Trotzdem IMMER die Modelle in eine erstklassige Plastikhülle einwickeln. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

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