0-4-0 Vertical Boiler Work Train Steam Locomotive
Noch in Arbeit

Die Front ist einer Climax Getriebelok nicht unähnlich…
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Holz-halbtender, die Lok selbst und der Wassertender ( Erklärung im Text).
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Zwei Holzcontainer. Sie sind auf kleinen Rollen und mit je 2 Bolzen gesichert.
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Auf dem Tender die grosse Toolbox.
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Witzig, Holz spalten für das Modell im Sommer, im Massstab 1:11,25… Zwischen den Fahrzeugen ist ein kurventaugliches Bodenbrett zu sehen.
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Die Haltebolzen der Container.
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Kompakter geht es fast nicht mehr…
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Drehgestell des Halbtenders, pendelgefedert wie beim Original.
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Meine „patentierten“ Magnetkontakte für die Lampen. Unbeabsichtigtes strangulieren der Kabel hat keine Folgen….
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Der Klappmechanismus des Funkenfängers (siehe Text).
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Fernziel ist der Bau eines ganzen Arbeitszuges, hier einmal das Zugfahrzeug.
Ein zurück in die Zukunft Projekt um 1910. Die Werkstätten kleiner Bahnen hatten meistens ein sehr knappes Budget. So auch die (fiktive) Fluhberg Valley Railroad. Umso mehr war Kreativität gefragt! Besonders, weil diese Bahn nur überlebte, weil sie oft neue, kurze Zubringerstrecken zu neuen Kunden bauen musste, andere dagegen abgeändert wurden.
Da ich immer auf der Suche nach aussergewöhnlichen Bauformen bin, habe ich für diese Lokomotive einen vertikalen Kessel gewählt. Nach Recherchen hat dieser Kessel auch einige Vorteile auf zu weisen. Sie sind verdampfungsfreudig, weil die Gase senkrecht durch das Röhrensystem ziehen. Auch ist er konstruktiv einfacher Herzustellen, da die komplizierte Feuerbüchse mit hunderten von Stehbolzen wegfällt. Als Nachteil hingegen ist das Reinigen der Rauchrohre zu bemerken. Hier habe ich nach einen Kompromiss gesucht. Wie ich mir das ausgedacht habe, seht ihr hier:

Als weitere Grundlage diente mir die Steuerungsgeometrie einer Schmalspurlok (609mmSpurweite) von Baldwin. Allerdings musste ich die Zylinder hochlegen.

Quelle: North American Locomotives, Brian Hollingsworth)
Die Ganze (dreiteilige) Lokomotive ist frei fast ohne Pläne entstanden. Wie bei mir üblich, möglichst in technisch korrekter Bauweise. Kupplungshöhe (Norm) und Breite habe ich von einem Plan eines Boxcars der Rio Grande Southern ( 914mm Spurweite) übernommen. Das Modell soll einen etwas improvisierten Eindruck machen. Man verbaut schon vorhandene Elemente. Die Drehgestelle etwa oder einzelne, technische Teile, die von älteren Maschinen stammen. So hat man beim Tender einen hölzernen Stützrahmen verwendet, weil das Wassertankblech dünn ist und Stabilität braucht. So nebenbei brauchte ich einige hundert Nieten nicht zu drechseln….. Bei diesem Modell verwendete ich noch mehr M2 Chromstahlschrauben ( Gewinde direkt ins Holz geschnitten!) Ein Kompromiss bei einer an sich totalen Holzkonstruktion, die jedoch gerade beim Behandeln mit Leinölfirnis grosse Vorteile bringt, da man das überschüssige Öl weg tupfen muss, damit keine glänzenden Stellen bleiben. Oder falls geflickt werden muss. Gegenüber einem Lack kann man nach einer Reparatur die Stelle nur etwas anschleifen und nachbehandeln. Zudem reguliert das etwas eingedrungene Öl die Luftfeuchtigkeit.
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- Die Bildershow der 0-4-0 Montage

Unverzichtbares Hilfsmittel: Die Zettel mit den Angaben über Schrauben, deren Art und Länge, U-Scheiben und die existentiellen Explosionszeichnungen. Ohne die kein vernünftiges Montieren in der richtigen Reihenfolge!
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Es ist immer wieder cool, die nun fertigen Teile zusammen zu bauen! Als schlichtweg Perfekt zeigt sich immer wieder die Verschraubung mittels M2 Chromstal Imbusschrauben. Mit Wachs das Gewinde, selbst in weichem Holz, geschnitten ( Vorbohren mit 1,5mm) ergibt eine äusserst stabile Verbindung. Es ist möglich, ein Gewinde in eine 3mm Holzplatte Stirnseitig anzubringen. Holzschrauben fehlen nun vollständig, da sie dünnes Material sprengen (Seitendruck fehlt beim Gewinde!

Beginnen wir mit der Montage der Dachstützen. Dies ergibt, auf den Kopf gestellt, eine stabile Plattform bei der Unterflurmontage.
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Das Brandschutzblech habe ich nur im sichtbaren Bereich gestaltet.
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Verwendet habe ich für die Bretter altes Tablarmassivholz, darum der abgedunkelte Rand….
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Die Unterseite mit den Rahmenhölzern.
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Der Barrenrahmen mit der Federung und Ausgleichhebeln (hier nicht funktionsfähig).
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Hochbelastete Rahmenbefestigung, hier mit Mutter. Selbst die gedrechselten Holznieten dienen übrigens der Stabilität. Macht viel aus. Nur ist eine Demotage, da verleimt, nicht mehr möglich.
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Hier seht ihr die Verschraubung in eine dünne Platte, stirnseitig. Ist mit Holzschrauben kaum machbar.
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Der Barrenrahmen ist montiert.
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Zylinderblöcke.
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Überall M2 Verschraubungen. Die Technik ist einfach. Beide Teile mit 1,5mm zusammen vorboren. Innen das Gewinde, aussen wird auf 2mm ausgebohrt.
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Eine simple Art der Federung. Die Führungen haben etwas seitliches Spiel. Die Laufqualität aber ist damit sehr gut, mit minimalem Laufwiderstand.
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Massive Silberstahlachsen (8mm), ein eingehartzer Stellring mit Madenschraube lässt die Räder festsitzen und die Spur ist fein einstellbar.
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Die fertig montierten Achsen.
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Erstmals verwende ich Hallsche Kurbeln. Auslegeordnung der Walschaertssteuerung. Die detaillierten Skizzen habe ich, wie schon erwähnt, beim Demontieren gezeichnet… keine Chance wenn nach Wochen die vielteilige Montage mit U-Scheiben, Stoppmuttern und verschiedenen M2 Schrauben problemlos verlaufen soll…
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Die Hallsche Kurbel. Ein Broncelager eingeklebt, dann ein M4 Gewinde seitlich geschnitten für die Imbus Madenschraube. Die Kuppelstange hat Stellringe als Lager sie werden ebenfalls mit M2 Schrauben befestigt, aber so, dass nur der Stellring fixiert wird.
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Die Montage mit Sicht auf die Schrauben.
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Kreuzkopf, Kulisse und deren Halterung, komplexe Teile!
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Lineal und Gleitschiene müssen fein aufeinander abgestimmt werden.
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Die Hülse vom Kreuzkopf ist mit zwei L Profilen zusammengelötet.
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Die restlichen Walschaertsteile.
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Ventilgehäuse und Schieberstange. Teilweise sind die Zylinderöler schon montiert.
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Doch recht komplex. Und es soll Jahrelang funktionieren.
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In Metall wären die Teile etwas feiner. Aber es ist ein guter Kompromiss. Modell-Wirklichkeit und Stabilität zugleich heisst hier die Devise.
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Auslegeordnung von Bedienungshebeln und Gestänge.
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Der Hebel mit Raster der Bremse. Auf der Heizerseite. Links davon ein Blech gegen das Ausrutschen.
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Die „Engineerseite“. Die Mittelstellung des grossen Hebels (wie auf dem Bild) Neutral, Vor-und Rückwärts mit Rasterung des Zylinderfüllungsgrades. Der kleine Hebel bedient die Entwässerungs- und Vorheizventile der Zylinder.
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Die nachgebildeten Gestänge der Zylinderventile.
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Schöne Dampflokmechanik.
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Die verschiedenen „Schichten“… alles hat am Schluss Platz gehabt.
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Bereit zum Einbau des Kessels.
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Der Vertikalkessel. Hier die beiden Injektoren, Löschwasseranschluss, Auswaschluken, Aschenkastenhebel. Der untere Teil ( Brennraum und Aschenkasten habe ich nicht nachgebildet. Sieht man eh nicht!
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Manometer Dampfdruck und Temperaturanzeige. Darunter Hebel zum rechten Brennluftzufuhr-Schieber.
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Zwei Wasserstandsgläser mit Spühleinrichtung, Ganz unten: Linke Regelung der Brennluftzufuhr.
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Alles Teile, die noch an den Kessel angeschraubt werden.
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Mit dem Mini Imbusschrauber (selbst hergestellt) können mit einer 2mm Bohrung selbst unzugängliche Schrauben angezogen werden.
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Regulator und Dampfzuleitungen zu den Zylindern.
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Feuertor und Regulatorhebel. Seitlich die Abschlämmhähne. Sie werden auch zum Füllen des Wasserkessels verwendet.
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Das Regulatorgestänge. Oben von links nach rechts: Pfeife, Hahn, der beim Aufheizen geöffnet wird, um die im Frischwasser enthaltenen Gase entweichen zu lassen. Auch zum entleeren des Kesselwassers gebraucht (Luft ansaugen). Dann die zwei Sicherheits Pop Ventile.
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Die Ölkanne samt Fettpresse darf nicht fehlen….
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Vier Inbusschrauben befestigen der Kessel von unten. Auch hier Direktgewinde in das Holz des Rahmens.
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Nun kann auch das Bremsgestänge montiert werden.
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Eigentlich ein Luxus, man sieht es kaum von der Seite…..
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Ich liebe diese Lampenform. Mit 12V Led. Der Glasrahmen ist abnehmbar. So kann das Glas gereinigt werden.
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Die Dachunterseite.
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Die Glocke, stelle ich mit vor, stammt von einer älteren Lokomotive. Alle Dampfloks von mir haben eine Glocke aus orange-gelben Essigbaum….
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Der massive Funkenfänger mit Flugasche Entleerungsrohr. Daneben das Abdampfrohr. Es mündet im dicken Schornsteinrohr mit einer Düse zur Feueranfachung.
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Dachaufsicht.
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Das Prallblech der Sicherheitsventile, die möglichst nahe am Kessel montiert werden müssen. Darum die tiefe Lage unterhalb des Daches.
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Ein kleines Teil auf Schmalspurfüsschen..
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2. Die Montage des Halbtenders.

Archbarähnliches Drehgestell. Pendelgefedert, super Laufeigenschaften durch die Kugellager. Geradezu sträflich dünne Hartholz 2mm Stäbe. Ich hoffe, sie brechen nicht….
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Auslegeordnung der Teile.
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Link and Pinkupplung an der Front, massiver Balken zur Lokomotive.
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Drehgestell montiert.
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Front mit Verstärkerstützen und die Leitern.
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Der Pin der Verbindung zur Lokomotive. Zwischen den zwei Drehpunkten möglichst nahe an der Achse/Drehgestell der Kupplung muss die Verbindung starr sein. Besonders bei engen Radien. Ansonsten knickt die Kupplung beim Stossen ein. Es ist die Voraussetzung einer möglichst direkten Ktaftübertragung.
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Das bewegliche Brett zwischen den Fahrzeugen.
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Die Rollen der Holzcontainer.
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Eins A Feuerholz im Massstab 1:11.25…
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3. Der „SUV“ Tender, darin versteckt der Antrieb.

Eine Antriebseinheit mittels 12V Getriebemotor und robuster Kette (von Conrad). Dies ermöglicht ebenfalls eine Pendelfederung für gute Laufeigenschaften.
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Da die Ketten fast Waagrecht von den Achsen weggeführt sind wirkt sich ein vertikales Bewegen der Achse kaum auf den Eingriff des Kettenrades aus.
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Auslegeordnung der Rahmenteile.
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Kupplungen und Leitern montiert.
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Vier M6 Schrauben und beide Drehgestelle sind montiert. Sehr servicefreundlich!
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Der Allradantrieb von oben.
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Vier Schrauben später ist auch der Elektrikkasten montiert.
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Auslegeordnung Tankaufbau.
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Die Leitern sind montiert.
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Toolbox mit Lampe.
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Die dünnen Verbindungskabel zur Frontlampe stören kaum.
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Das Schlusswort. Das noch unbehandelte Modell mit einer Figur zum Grössenvergleich. Hans Feuz, mein langjähriger Mitbauer der Holzbahn hat altershalber aufgehört. Es wäre schön, wenn sich jemand für diese Art Modellbau begeistern könnte. Das technische Wissen ist vorhanden und ich möchte dies gerne weitergeben. Ich bin mit 73 Jahren auch nicht mehr der Jüngste! Anfragen über fluhdesign@bluewin.ch werden gerne beantwortet.